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Der Glücksengel

Der Glücksengel

Draussen ist es kalt geworden. Das Herbstlaub liegt auf dem Boden und die Bäume sind kahl geworden. Nebelschwaden liegen über dem Land. Alles sieht ausgestorben und verträumt aus. Der Herbst geht dem Ende entgegen und der Winter hält Einzug. Die Menschen haben sich schon fest auf den Winter eingestellt. An vielen Orten sieht man schon, wie die Marktstände für den Weihnachtsmarkt aufgestellt werden. Zwar meint man, es ist etwas zu früh, Weihnachten ist ja noch nicht da, aber die Zeit vergeht soo schnell. Ja, die Weihnachtszeit naht. Die schöne Zeit auf die sich doch alle Kinder freuen. Fast alle. Denn es gibt ein Kind, das sich dieses Jahr schwer tut, sich auf das Weihnachtsfest zu freuen. Etwas Wichtiges fehlt in seinem Leben. Und wir Erwachsenen sind uns oft gar nicht so bewusst, wie zerbrechlich ein zartes Kinderherz ist.

Die kleine Fiona läuft mit ihrer Mutter durch die Stadt nach einem schönen Nachmittag, an dem sie viel angeschaut haben und auch den einen oder anderen Kleinkram gekauft haben. Überall kann man schon Nikolaus- und Weihachtszubehör kaufen. Die Leute schwirren ganz nervös durch die Ladenstrassen und möchten lieber schon jetzt anstatt erst in einer Stunde zu Hause sein. Nur Fiona und ihre Mama lassen sich nicht stressen und schlendern ganz gemütlich weiter. Fiona läuft ganz still neben der Mutter her und sammelt viele Eindrücke. Sie sieht strahlende und glückliche Menschen, gestresste Gesichter, nervöse Geschäftsleute, und ältere Menschen die mit dem durchlaufen kämpfen. Und zum ersten Mal in ihrem Leben, freut sie sich nur beschränkt auf diese heilige Zeit. Denn eigentlich ist sie traurig im Herzen. Ihre Mama und ihr Papa haben sich nicht mehr lieb und wollten nicht mehr beieinander leben. Nun lebt Fiona mit ihrer Mutter in einer anderen Stadt als ihr Daddy und sie kann ihn nur noch alle 2 Wochen sehen, was sie viel zu wenig findet. In Gedanken an ihren Papa versunken, laufen sie zur Strassenbahn um nach Hause zu fahren.

Während sie auf die Bahn warten, lässt sie ihre Gedanken kreisen. Sie denkt an letztes Jahr, als alles noch so normal war. Als sie noch eine richtige Familie waren. Nie hätte sie gedacht, dass es einmal soweit kommt und ihre Eltern nicht mehr zusammen leben wollen. Und das ist es was die Kleine so traurig macht. Alle in der Schule erzählen, was sie mit den Eltern zusammen gemacht haben und Fiona kann nicht mitreden. So hat sie einen geheimen Wunsch und überlegt sich nun, wem sie diesen Wunsch anvertrauen kann. Wer sie versteht mit dieser Sorge. Ihre Freundinnen sagen doch alle, dass das nicht so schlimm ist und sie zumindest beide Eltern noch hat. Ob zusammen oder einzeln sei doch nicht so wichtig. Klar, wenn man das nicht selber mitmacht, weiss man auch nicht, wie sehr so ein Zustand alles verändern kann. Oft wenn sie im Bett ist und einschlafen möchte, muss sie weinen. Dann weint sie sich in den Schlaf und hofft auf ein Wunder, dass am nächsten Tag alles so sei wie früher. Doch leider ist dieser Wunsch bis heute nicht in Erfüllung gegangen. Versunken in diese Gedanken war sie sich gar nicht bewusst, dass sie in die Bahn eingestiegen ist und diese den ganzen Weg schon zurückgelegt hat. Sonst dauert das immer viel länger. Zu Hause angekommen, bereitet sie zusammen mit ihrer Mutter das Abendessen vor und auch da wird Fiona wieder dran erinnert, dass jemand fehlt, der sonst immer mit am Tisch sass.

Immer wieder gibt es solche Situationen, wo ihr bewusst wird, was zu Hause los ist. Da kann man nicht einfach Gedanken ausschalten und vergessen. Beim Abendessen fragt Fiona ihre Mutter:“Sag mal, weshalb habt ihr euch denn nicht mehr lieb??“ Clarissa- so heisst Fionas Mutter - schluckt zweimal trocken. Auf diese Frage war sie nicht vorbereitet. Sie sagt:“ Weisst Du Fiona, das kann es geben, dass zwei, die sich mal sehr lieb hatten, einfach nicht mehr auskommen. Und dann ist es besser, wenn jedes seinen eigenen Weg geht, anstatt sich immer zu streiten. Das sieht Fiona eigentlich ein, aber ihr Herz will das nicht zulassen und so fragt sie weiter:“ Könnt ihr denn nicht wieder Frieden machen, wie ich das auch mit meinen Freundinnen mache? Wir streiten uns doch auch ab und an. Aber wir machen dann wieder Frieden und vergessen den Streit.“ Clarissa lächelt und denkt sich, wie recht sie doch eigentlich hat. Weshalb sind wir Erwachsenen nur so kompliziert. Es könnte doch so einfach sein. Und ein kurzer Moment glaubt sie, ihren Mann anrufen zu wollen. Aber nein, eigentlich ist es doch ganz o.k. wie es jetzt ist. Sie hat sich ja so entschieden und er braucht nicht zu denken, dass sie es ohne ihn nicht schafft. Er kann ja auch anrufen, wenn er was will. So bleibt also alles wie es ist. Und doch drehen Fionas Worte Kreise in Clarissa‘s Kopf herum, denn wenn sie überlegt, aus welchem Grund die Streite entstanden , findet sie nicht wirklich eine richtige Antwort darauf. Es waren immer Kleinigkeiten, weil keines dem andern recht geben wollte. Eigentlich blöd, aber nun ist es so. Fiona fragt nun:“ Mama weshalb sagst du denn nichts mehr?“Clarissa wird aus ihren Gedanken gerissen und antwortet ihr:“ Ich war mit den Gedanken nicht hier. Tut mir auch leid. Nun bin ich aber wieder bei Dir.“Fiona steht auf, nimmt ihre Mutter in die Arme und sagt zu ihr:“ Ich versteh das schon, du hast bestimmt auch an Papa gedacht. Das mache ich ja auch oft, denn er fehlt einfach hier. Er gehört doch zu uns.“ Clarissa versucht ein leichtes Lächeln auf den Mund zu zaubern, was ihr gar nicht leicht fällt. Denn irgendwie nimmt sie diese Trennung mehr mit, als sie angenommen hat.

Sie räumen das Geschirr vom Tisch ab und machen einen gemütlichen Abend auf dem Sofa. Clarissa liest Fiona eine Geschichte vor. Dann begleitet sie sie ins Bett und dort kuscheln sie noch zusammen. Das gehört einfach dazu. Früher hat auch ihr Papa mit ihr gekuschelt. Und wenn sie nun alle 2 Wochen bei ihm ist, kuschelt er auch mit ihr. Nur findet Fiona, dass es immer so lange dauert, bis die Zeit wieder da ist. So schläft sie ein und träumt davon, wie ihr Papa zu ihr sagt, dass er so gerne wieder bei ihnen wohnen würde. Dass er aber nicht fragen will, denn die Mama möchte das wohl nicht. Als sie am Morgen erwacht, kommt ihr gleich der Traum wieder in den Sinn. Sie sammelt ein paar Gedanken, steht auf, geht in die Küche, wo auch schon ihre Mama am Tisch sitzt und einen Kaffee schlürft. Fiona setzt sich auch hin und fragt ihre Mutter ob sie gut geschlafen hat. Die Mutter bejaht das und stellt die Gegenfrage.

Da erzählt Fiona von ihrem Traum. Dass sie den Papa gehört hat wie er sagte, er möchte wieder bei ihnen wohnen. Clarissa s Gesichtszüge werden weich und ein Grinsen macht sich auf ihren Lippen breit. Darauf fragt Fiona.“ Möchtest du dass Papa wieder bei uns ist?“ Clarissa zuckt mit den Schultern und weiss selber nicht was sie antworten soll. Um von dem heiklen Thema abzulenken, fragt Clarissa gleich:“ Fiona was machen wir denn heute??? Du hast ja schulfrei und morgen beginnt schon das Wochenende. Weisst Du, was am Sonntag ist?“Fiona weiss es und sagt:“ Ja, am Sonntag ist der 1.Adventssonntag.“ Die Mutter freuts dass Fiona das auch weiss und sagt:“Und weisst Du auch, dass wir noch gar keinen Adventskranz haben? In der Gärtnerei Grüneck kann man heute und morgen Adventskränze und Gestecke herstellen. Hättest du auch Lust, so einen zu machen??? Fiona überlegt kurz und sagt dann…nein, auf einen hab ich keine Lust. Wenn ich zwei machen darf, dann gehe ich gerne. Wieder schmunzelt Clarissa und willigt auch ein, dass Fiona zwei Adventsgestecke machen darf. Sie haben sich dann geeinigt, einen Kranz und ein Gesteck. Nach dem Mittag machen sich die zwei bereit und marschieren los, zur Gärtnerei in ihrem Städtchen. Dort angekommen, können sie auch gleich loslegen. Fiona entscheidet sich beim Gesteck für blaue Deko und Kerzen und beim Kranz für orange Deko und Kerzen. Es macht ihr sehr Spass und als beides fertig war, war sie sehr stolz auf ihre Arbeit. Sachte nahmen sie die beiden Wunderwerke und verliessen die Gärtnerei. Fiona fragt:“ Fährst Du mich bitte noch zu Papa? Er soll am Sonntag auch die erste Kerze anzünden können.“ Das macht Clarissa auch gleich. So gehen sie nach Hause und holen das Auto aus der Garage. Bei Roy angekommen, bittet Fiona ihre Mutter auch mit rauf zu kommen. Sie könnte doch mit Papa noch einen Kaffee trinken. Naja sie geht mit aber ob Roy – so der Name des Mannes – Lust hat mit ihr einen Kaffee zu trinken, weiss sie nicht. Sie klingeln und Roy öffnet die Türe. Sogleich springt Fiona ihm in die Arme und drückt sich ganz fest an ihn. Sie fragt ihn:“Du Daddy. Weisst Du was am Sonntag ist??? Er überlegt und sagt dann schlussendlich:“Ja klar ich weiss es …der 1.Adventssonntag.“ Fiona lacht und sagt:“ Genau, und damit Du an dem Tag auch die erste Kerze anzünden kannst, haben wir für Dich auch ein Adventsgesteck gemacht. Ein blaues, mit Deiner Lieblingsfarbe. Roy nimmt Fiona in den Arm und sagt Ihr:“ Weisst du was für eine riesengrosse Freude du mir damit machst????“ Fiona ist froh, ihrem Daddy eine Freude bereitet zu haben. Sie trinken zusammen Kaffee und nach einer guten halben Stunde verabschieden sie sich. Und wieder mal fällt es Fiona sehr schwer, von ihrem Daddy wegzugehen. Sie weiss, dass es eine ganze Woche dauert, bis sie ihn wieder sieht. Und eine Woche kann sehr lang sein. Dann gehen die beiden Damen nach Hause.

So kommt der 1.Adventsonntag und der Weihnachtsmarkt in San Angelo öffnet die Türen. Sie entscheiden sich aber, nicht schon am ersten Tag hinzugehen, denn Zeit haben sie ja noch genug. Und am ersten Tag hat es bestimmt sehr viele Leute. Alle wollen gleich schauen was alles angeboten wird. Deshalb gehen Clarissa und Fiona nicht schon heute. Fiona sagt, dass sie doch an diesem Sonntag die Weihnachtsgeschenke basteln könnte. Sie verziert dieses Jahr, mit ausgestochenen Wachsformen, Kerzen. Sie zählt ihrer Mutter auf, wie viele sie braucht. 5 sollen es dieses Mal sein. Oma und Opa hat sie nur noch je eine. Und dann noch für ihre Patin und den Paten. Und eine braucht sie noch zusätzlich. Und für wen die Zusätzliche ist, weiss im Moment nur Fiona. Die Mutter fragt nach, für wen denn die zusätzliche Kerze sein soll. Das wollte Fiona allerdings nicht verraten. So verziert sie also wunderschön diese Kerzen. Sie sticht Sterne aus, einen blauen Himmel und macht damit eine Kerze mit Sternenhimmel. Sie sticht Blumen aus um eine Kerze mit Blumenwiese zu machen, Sonne Mond und Sterne für eine Himmelskörperkerze, und verschiedene Tannen und Bäume um einen Wald auf die Kerze zu zaubern. Nun kommt die Zusätzliche dran. Auf die zusätzliche macht sie eine Frau mit ihrem Kind, neben dem Kind ein weinendes Herz und oberhalb den beiden Figuren eine Wolke mit einem Mann drin, der auf die beiden hinunterschaut. Ganz links am Rand macht sie eine weisse, undefinierbare Figur hin. Diese Figur strahlt eine Helligkeit von sich, dass man glaubt, es könnte ein Engel sein. Fiona freut sich über die fertiggestellten Kerzen und darauf, die zu verschenken.

Der 1. Dezember ist jedoch erst morgen. Von ihrem Daddy hat sie doch einen Adventskalender bekommen. So gerne möchte sie wissen, was sich im ersten Säcklein versteckt. Aber diesen einen Tag hält sie auch noch aus. Morgen ist es ja schon soweit. Den ganzen Tag schaut sie auf das Säcklein, aber sie verkneift es sich, schon rein zu schauen. Sonst ist es morgen nicht mehr interessant. Und ihr Daddy möchte bestimmt nicht, dass sie schon einen Tag früher guckt. Abends geht sie zu Bett und wie immer vor dem Einschlafen, spricht sie ihr Nachtgebet. Sie führt seit einiger Zeit ein allabendliches Gespräch mit den Heiligen, den Engeln und dem lieben Gott, in dem sie bittet, ihr zu helfen. Denn ihr ist bewusst, das was im Moment zu Hause abgeht, kann nur die Hilfe von oben normalisieren. Meist, wenn sie das Gebet abgeschlossen hat, muss sie weinen. Die Angst, dass ihr Wunsch nicht in Erfüllung geht, lastet sehr auf ihr. Die Angst ist stärker, fast stärker als sie selber. Unruhig schläft sie ein und schnell vergehen die erholsamen Nachtstunden.

Als sie am Morgen ihre Augen öffnet, kommt ihr auch gleich in den Sinn, dass sie ja heute das erste Säcklein ihres Kalenders öffnen kann. Sie steht auf und geht zur Wand, wo der Kalender aufgemacht ist. Sachte nimmt sie das Säcklein mit der Nummer 1 in ihre Hände. Erst spürt sie und versucht so zu erraten, was sich dahinter verbirgt. Etwas dünnes langes. Sie findet es jedoch nicht heraus. Sie öffnet es und drin findet sie einen schönen Bleistift. Auf dem Bleistift sind Tiere drauf. Er ist umwickelt von einem Papier und beim genaueren hinschauen, sieht sie, dass auf dem Zettel auch was geschrieben steht. Sie rollt ihn aus und in grossen Buchstaben steht auf dem Zettel geschrieben: GUTSCHEIN, DASS WIR BEIDE BEIM ERSTEN SCHNEE EINEN LUSTIGEN SCHNEEMANN BAUEN!!!!! Ihr Herz hüpft fast aus ihrem Leib, als sie es liest und sie liest es fünfmal, bis sie begreift, dass das eine schöne Zeit mit ihrem Daddy geben wird. Und wieder sind die traurigen Gedanken da, wie schön alles sein könnte, wenn sie alle beieinander wären. Dann wäre es normal, dass sie zusammen Schneemänner bauen, und müssten nicht erst einen Tag abmachen. Sie findet es einfach unfair, dass ihr Daddy nicht zu Hause wohnt. Einen kurzen Moment lang wird sie nachdenklich, bis ihr die Mutter ruft, um an ihrem Adventskranz die erste Kerze anzuzünden. Dieses Rufen holt sie zurück in die Realität. Sie schnappt sich die Zündhölzchen und zündet die orangen Kerzen an. Nun erstrahlt der Kranz im vollen Glanze und die Kerze leuchtet während des ganzen Frühstücks. Am Nachmittag des 1. Adventssonntags, machen die beiden Frauen einen langen Spaziergang im nahegelegenen Wald.

Sie wohnen ja noch nicht so lange da und wollen den schönen Wald etwas näher kennenlernen. Sie spazieren auf dem Weg, die Stimmung ist ganz friedlich. Plötzlich sehen sie einen Wegweiser auf dem steht: ZUR FRIEDENSGROTTE!!! Fiona schaut ihre Mutter an und sagt:“Wollen wir schauen was das ist? Das hab ich noch nie gesehen.“ „ Von mir aus gerne“, sagt die Mutter und sogleich schlagen sie den Weg ein, der am Wegweiser angezeigt wird. Nur kurze Zeit später sehen sie einen mit Tannenumkreisten Eingang. Fiona sagt:“ Schau Mama, das muss sie sein.“ Sie gehen langsam auf das dunkle Loch zu und schauen skeptisch rein, denn viel Licht ist dort drinnen nicht. Aber was sie sehen, ist kaum zu glauben. Inmitten steht ein grosses Kreuz und am Rand stehen der Reihe nach Engelsfiguren. Ist das purer Zufall, dass sie diese Grotte nun gefunden haben?? Was will ihnen das sagen? Bei der Muttergottesstatue kann man kleine Kerzen anzünden, für 1 Euro das Stück. Das Geld wird benötigt, um die Grotte instand zu halten. Und da Fiona das sehr wichtig findet, und meint diese Grotte dürfe niemals ungepflegt aussehen, möchte sie vier Kerzen anzünden. Eine für Mama, eine für ihren Daddy, eine für sich selber und eine für den Engel, zu dem sie jeden Abend betet. Sie machen das und halten noch eine kurze Zeit inne, eh sie die Grotte verlassen und sich auf den Heimweg machen. Sie überlegen, wo sie nun durchgehen sollen. Gehen sie den gleichen Weg zurück, so wie sie auch herkamen, oder probieren sie den andern Weg aus, obschon sie keine Ahnung haben, wo sie dann hingelangen. Aber wenn sie es nicht testen, wissen sie es auch nicht. So gehen sie also die entgegengesetzte Richtung und staunen nicht schlecht, als sie kurze Zeit später am Waldrand sind, der in der Nähe ihrer Wohnstrasse beginnt. Und sie wussten nicht mal, dass sie so nah sowas schönes haben. Da will Fiona noch öfters hin. Das weiss sie schon ganz sicher. Und so geht der 1.Adventssonntag dann auch dem Ende zu und nach einem gemütlichen Abendessen und einer Kuschelstunde mit Mama, geht Fiona ins Bett und schläft schnell ein.

Eine Woche vergeht und an diesem Sonntag planen Fiona und ihre Mama den Besuch auf dem Weihnachtsmarkt. Sie erwacht am Sonntagmorgen früh. Noch vor ihrer Mama. Das ist auch gut so, denn Fiona hat noch was zu erledigen. Sie steht auf, schaut aus dem Fenster und springt vor Freude in die Luft. Es hat geschneit. So toll !!!! Die Welt sieht aus wie verzaubert. Märchenhaft, alles weiss!! Was kann es schöneres geben, als bei Schnee an einen Weihnachtsmarkt zu gehen. Auch wenn Fiona eigentlich innerlich sehr betrübt ist, die Schneemassen stellen sie wieder auf. Und das Allerschönste: Es schneit immer noch. Grosse, dicke Flocken !! Sie zieht sich warm an. Nimmt Schneehosen aus dem Schrank und Handschuhe braucht sie auch. Sie will nochmal zur Grotte, welche sie gestern beim spazieren gefunden haben. Denn in dieser Grotte hat sie irgendwas gefühlt, das sehr schwer ist zu beschreiben. Irgendein Gefühl von Wärme stieg in ihr auf. Es wurde ganz warm in ihr drin und sie merkt, dass es ihr gut tut, dort zu sein. Deshalb denkt sie, kann es nicht verkehrt sein, ihren Wunsch mal in die Grotte zu tragen. Die Grotte ist wirklich sehr schön gemacht. Sie denkt wieder an den gestrigen Besuch dort und wie gut ihr der tat. Die wunderschönen Engelsfiguren !! Und sie weiss, Engel sind ja eh friedliche Wesen. Unter anderem gibt es dort auch den Engel der Hoffnung. Und genau das braucht sie. Denn die Hoffnung, dass ihre Eltern wieder mal zusammen finden, gibt sie nicht auf. Das ist das, was sie im Moment stark sein lässt. Wenn sie die Hoffnung nicht hätte, wäre sie untröstlich traurig. Zu dieser Grotte watet Fiona hin, in der Hand hält sie die zusätzlich gebastelte Kerze. Sie steht vor der Engelsfigur und schaut sie an. Eine dicke Träne kullert über ihre Wange. Sie sagt zum Engel der Hoffnung: “ Wenn mir nun noch jemand eine Freude machen kann, dann bist es Du mit Deinen Kräften. Bitte zeig meiner Mama, wie lieb der Papa ist. Und dass er sie immer noch lieb hat. Und dass ich ihn bei uns haben möchte denn ich mag den Papa nicht nur so selten sehen. Und er möchte mit mir auch mehr machen. Warum sieht das meine Mama bloss nicht ein? Jedes Kind hat doch seinen Daddy bei sich, und ich muss immer warten, bis ich ihn wieder sehe, nur, weil Mama nicht mehr mit ihm zusammenleben will. Aber wenn ich Streit habe mit jemandem, dann soll ich mich entschuldigen und wieder Frieden machen. Sie haben sich doch immer nur wegen Kleinigkeiten gestritten. Bitte, lieber Engel, hilf mir, dass Daddy bald wieder bei uns lebt und ich nicht mehr traurig sein muss. Ich weiss dass du das kannst und dass Du das willst. Da bin ich mir ganz sicher. Du machst doch auch, dass ich immer Hoffnung habe, dass meine Eltern wieder zusammen kommen. Alleine, ohne Deine Hilfe ginge das alles nicht.“

Sie stellt die Kerze hin, zündet sie an und sagt noch: “ Schau, die hab ich für dich gebastelt. Ich hoffe sie gefällt dir.“ Sie hält noch einen kurzen Moment inne, dreht sich dann um und geht nach Hause. Zu Hause wartet ihre Mama schon auf sie. Sie hatte ja keine Ahnung, wo die Kleine hingegangen ist und hat sich sehr grosse Sorgen gemacht. Auf die Idee, sie könnte zur Grotte gegangen sein, kam sie allerdings nicht. Aber die Mama freute sich einfach, dass Fiona gesund wieder zu Hause war. Und vor lauter Freude vergisst sie noch zu fragen, wo sie denn hin ging. Sie nimmt Fiona in den Arm und sagt:“ Das darfst Du nie mehr machen, einfach irgendwo hingehen, und mir nicht sagen wohin. Du kannst mir ja einen Zettel schreiben, wo du bist, dann muss ich mir keine Sorgen machen.“ Fiona verspricht ihrer Mama, dass sie das auch wirklich nie mehr macht und versteht auch, dass sich ihre Mutter gesorgt hat. Der Sonntag nimmt gemütlich seinen Lauf und später spielen sie noch zusammen. Fiona telefoniert noch mit ihrem Daddy. Sie erzählt ihm, dass sie gegen Abend auf den städtischen Weihnachtsmarkt gehen wollen. Sie sprachen lange miteinander und er erzählte ihr, welche Stände sie unbedingt anschauen soll.

Den Teestand, da gibt es viele köstliche Teesorten. Und jeden Tee kann man auch versuchen. Dann den Stand mit den Kerzen. Da gibt es jede Form und Art von Kerzen. Das darf sie auf keinen Fall verpassen. Dann gibt es einen Stand mit Wollmützen. Da darf sie sich dann eine aussuchen. Ihr Daddy will ihr eine schenken. Oh das ist ja toll, dann hat sie immer ein Stück von ihm bei sich, wenn sie im Winter raus geht. Dann hat es einen Stand mit verschiedenen Taschen. Die haben indische Frauen von Hand gemacht. Was noch ganz wichtig ist, der Backstand. Dass sie den nicht verpassen, denn dort gibt es Glückkekse zu kaufen. Glückskekse?? Na wenn das nicht interessant tönt. Sie, die sich doch so Glück wünscht. Und dann sagt er, sie soll sich einfach mal überraschen lassen, was es da alles zu sehen gibt.

Als der Abend beginnt, ziehen sich Mutter und Tochter warm an, mit Handschuhen bewaffnet. Schliesslich wollen sie den Weihnachtsmarkt geniessen und nicht frieren. Und es ist um die 0 Grad, es könnte also sehr gut kalt sein. Beim Markt angekommen, treffen sie viele Leute die sie kennen. Und Fiona trifft viele Freundinnen. Irgendwie scheint die ganze Schulklasse anwesend zu sein. Fiona und ihre Mutter schlendern über den Markt. Ganz gemütlich, und überall bleiben sie stehen und schauen sich die schönen Sachen an. Der Stand mit den Engeln hat es Fiona am meisten angetan. In letzter Zeit hat sie es stark mit den Engeln. Und irgendwie ist sie sich auch sicher, dass ihr irgendwann so ein Engel Glück bringt. Ihre Sorgen hat sie ja schon einem anvertraut. Und das Gefühl, hat in ihr etwas gelöst. Der nächste Halt ist beim Glühweinstand, auf den hat sich ihre Mutter gefreut. Das gehört zu einem Weihnachtsmarktbesuch. Fiona trinkt dort einen warmen Winterpunsch. Das tut gut, jetzt wo es draussen so kalt ist, etwas Wärmendes zu sich zu nehmen. Also bleiben sie stehen und kaufen diese wärmende Köstlichkeit. Es ergeben sich viele schöne Gespräche, denn alle die sie kennen zieht es an den Glühweinstand. Kurze Zeit später ziehen sie weiter und ein Gefühl von Freude und des Wohl seins stieg in ihnen auf. Was das nun wohl ausmacht? Der Alkohol? Nein wohl nicht, denn Fiona hatte ja keinen Alkohol. Es muss was anderes sein. Fiona ahnt von wo aus die warme Kraft kam. Bestimmt ist ein Engel in der Nähe. Der Engel, den sie gebeten hat, ihr zu helfen und sie nicht alleine zu lassen. Vielleicht ist das das erste Zeichen, dass er bei ihr ist. Und die Mutter hatte die Gedanken irgendwie immer bei Roy – Fionas Daddy. Das kennt sie gar nicht, das ist ihr seit der Trennung vor ein paar Wochen noch nie geschehen. Bisher wars ihr immer egal, was er gerade macht oder wo er ist. Aber heute lässt sie der Gedanke an ihn nicht los. Sie hat fast das Gefühl, als würde sie ihn gar vermissen. Was ist mit ihr geschehen? Kann sein, dass sie hier einfach zu viele Pärchen sieht und sie das an die wirklich schöne Zeit zusammen mit Roy erinnert.

Sie gingen weiter und kamen zu einem Stand, an dem Backwaren angeboten werden. Von diesem Stand hat Roy doch erzählt. Da müssen wir uns näher umschauen. Gross angeschrieben war: HEUTE GLÜCKSKEKSE. DER GLÜCKSENGEL BRINGT IHNEN IHR GLÜCK!! Glücksengel? Auf sowas wartet Fiona doch. Das kann doch nicht Zufall sein, dass jetzt hier ein Glücksengel ist. Clarissa möchte so einen Glückskeks. Fiona natürlich auch. Der Glücksengel zieht erst für Fiona einen Glückskeks und erklärt ihr, dass in dem Keks ein Zettel drin ist mit einer Botschaft, die ihr Glück zusagt. Sie öffnet den Keks und liest die Botschaft vor: Ein Herzenswunsch wird sich für Dich erfüllen. Was das wohl für ein Wunsch sein kann? Es gibt nur einen einzigen Herzenswunsch und den kennt nur ihr Daddy. Nein ! Noch jemand anders. Der Engel der Hoffnung weiss ihn auch. Sie überlegt und der Gedanke an die Botschaft lässt sie nicht mehr los. Zu schön wäre es, wenn es der Wunsch wäre der sich erfüllen würde. Sie wagt es gar nicht, dran zu denken. Dann zieht der Glücksengel für Clarissa einen Keks. Sie nimmt ihn, öffnet das Papier und liest die Botschaft, die im Papier steht. Dort drauf stand: Meine Liebste. Bitte gib uns noch eine Chance. Es war doch alles nicht so schlimm. Lass uns eine schöne Weihnachtszeit verbringen. Sie war sprachlos und wortwörtlich überfordert. Den wenn sie mit etwas nicht gerechnet hat, dann mit so was schönem. Und sie merkt, dass sie ganz tief im Herzen diesen Wunsch eigentlich auch hat. Die Tränen standen ihr in den Augen. Sie war sehr gerührt. Sogleich drehte sie sich zum Stand, wo der Glücksengel steht, und beginnt zu strahlen. Denn erst jetzt sieht sie, dass der Glücksengel ihr Roy ist. Sie zwinkert ihm zu und sagt zu Fiona:“ Geh hin und schau dir den Engel mal genauer an!“ Das macht Fiona gleich und als sie sieht, wer sich hinter dem Engel verbirgt, springt sie ihm gleich in den Arm.

Ringsherum ertönt Applaus und erst jetzt sieht Clarissa, wieviele Leute sich um den Stand versammelt haben und das alles mitbekommen haben. Und Fiona sieht ihre Patin und sogleich springt sie zu ihr. Sie sagte zu ihrer Patin:“ Siehst Du was mein Daddy ist? Ein wahrer Engel auf Erden.“ Auch Clarissa läuft nun hin und fällt Roy um den Hals. Sie küssen sich, so, als ob nie ein Riss zwischen den beiden Herzen gewesen wäre. Die Menschenmenge jubelt ihnen zu und alle freuen sich über diesen romantischen Moment. Der Bäckermeister- übrigens ein guter Freund von Roy- schenkt für alle eine Runde Glühwein aus, denn dieses neuerworbene Glück muss doch begossen werden. Und der Weihnachtsmarkt wird zu einem richtigen Volksfest, nur für die drei. Und wie Fiona ihre Eltern so sah, kam ihr der Besuch in der Grotte vom Morgen in den Sinn. Sie blickt zum Himmel, lächelt und sagt ganz laut:“ Danke.“ Die Eltern schauen sich fragend an. Sie verstehen diese Geste von Fiona nicht. Doch Fiona sagt nur, dass sie es ihnen später erklären wird. Überhaupt möchte sie mit ihrem Daddy noch zur Grotte spazieren, denn er hat diese bestimmt noch nicht gesehen.

Er kennt sie noch nicht. Da denkt sie an den Schneemann, den sie ja zusammen bauen wollen. Sie fragt ihren Daddy, wann sie denn nun den Schneemann bauen wollen. Er überlegt, was er ihr denn nun sagen soll. Da nahm Clarissa die Kleine in den Arm und fragt sie:“ Was hältst Du davon, wenn Dein Daddy wieder zu uns zurück kommt?“ Roy schaut Clarissa überglücklich an und seine Augen füllen sich mit Tränen. Endlich Tränen der Freude.Fiona weiss vor Freude nicht, wie sie reagieren soll. Die ganze Anspannung der letzten Wochen löst sich, sie beginnt zu weinen und sagt schluchzend:“ Keinen grösseren Wunsch hab ich dieses Jahr zu Weihnachten. Wenn Daddy wieder bei uns ist, möchte ich nichts mehr zu Weihnachten. Dann brauch ich nie mehr ein Geschenk zu Weihnachten denn an jeder Weihnacht werde ich mich dran erinnern, was ich dieses Jahr für ein tolles Geschenk bekam. Roy sagt:“ Weisst du was? Ich freu mich irrsinnig. Dann können wir heute noch unsern Schneemann bauen.“ Fiona jubelt und sagt:“Erst muss ich aber noch in die Engelsgrotte.“ Clarissa fragt, was sie denn dort machen möchte. Fiona meint, sie sollen einfach mitkommen, dann sehen sie was sie tun wird. Sie schaut in die Runde und ruft hinein:“ Wer hat Lust mit uns zu kommen und etwas ganz schönes anzuschauen? Einen Ort, der einem hilft, wenn man Sorgen hat?“ Es wird laut in der Runde. Und Fiona sagt weiter:“ O.k. Wer mitkommen will, muss in einer halben Stunde vor dem Weihnachtsmarkt warten. Dann kommen wir und gehen zusammen hin. In der Zeit möchte sie mit ihrem Glücksengel noch den Weihnachtsmarkt ansehen. Und die Mütze muss sie noch auswählen. Das hat sie nämlich auch noch nicht gemacht. Clarissa sagt:“ Ich gehe nochmal zum Glühweinstand und rede dort mit meinen Freundinnen. Ich lasse Euch die nächste halbe Stunde alleine, ihr habt einiges aufzuholen.

Sie gehen zusammen zum Mützenstand und Fiona staunt nicht schlecht, welche Menge an Mützen es dort im Angebot hat. Sie probiert mehrere und entscheidet sich dann schlussendlich für eine orangefarbene mit blau drin. Das sind die Lieblingsfarben ihrer Eltern. Sie zieht sie gleich an. Weiter gehen sie zum Engelsstand. Denn die neue gemeinsame Verbindung ist der Glücksengel. Den gibt es aber nicht als Figur. So sagt Fiona:“ Dann lass uns dieses nehmen. Das ist der Engel der Hoffnung, hier hat er in einer Hand ein Herz und in der andern eine Kerze. Passt doch bestens. Das Herz für die Liebe, die wieder in ihrer Familie eingetroffen ist und die Kerze für das Licht, dass sie immer Hoffen lässt, wenn mal was anders läuft als es eigentlich sollte. Die halbe Stunde geht schneller um als dass ihr lieb ist. Die Leute warten schon draussen und es ist erstaunlich, wieviele sich dafür interessieren, was es schönes zu sehen gibt. Gemeinsam marschieren sie los. Erst gehen sie zu Clarissa und Roy nach Hause, dort holen sie eine Laterne, denn mittlerweile ist es ja dunkel geworden. Dann geht es los, Richtung Wald. Es war traumhaft, das Bild: Wald, Schnee, Laterne und dann der ganze Menschenzug. Die Stimmung war ausgelassen und alle freuten sich über die Wiedervereinigung des Pärchens.

Von weitem sieht man schon das Flackern der Kerzen, die in der Grotte leuchten. Sie kommen näher und dann sagt Fiona:“ Ihr Lieben, gebt bitte meinen Eltern und mir erst ein paar Minuten, damit wir alleine hinein können. Gesagt getan und die Familie verschwindet in der Grotte. Dort erklärt Fiona ihren Eltern, dass sie heute Morgen hier war und dem Engel der Hoffnung eine Kerze hingestellt hat, die sie selber gebastelt hat mit der Bitte, er möge ihr helfen, dass sich ihre Eltern wieder verstehen und zu einander finden. Aber dass es dann so schnell gehen würde, das liess sie sich im Traum nicht einfallen. Aber sie freut sich riesig und sie knuddeln sich alle drei gemeinsam. Danach ruft sie die Menschenmasse rein. Und sie sind überrascht, wussten gar nicht, dass es hier so etwas Schönes hat. Niemand hat diese Grotte vorher gekannt. Sie halten inne, einige zünden Kerzen an und gemeinsam beten sie und danken dem lieben Gott für alles was sie haben. Fiona stellt sich nochmal vor die Figur des Engels der Hoffnung und sagte:“ Ich hab gewusst dass du mich nicht alleine lässt und ich mich auf dich verlassen kann. Danke, dass du mir den Daddy zurückgebracht hast.“ Die Eltern und die meisten die zugehört haben, bekommen Gänsehaut, als sie das sehen und hören. Clarissa und Roy nehmen sich in den Arm und küssen sich.

Danach ruft Roy in die Menge:“ Kommt alle zu uns in den Garten, ich will dort einen Imbiss anbieten, um euch zu zeigen, wie dankbar ich Euch bin, dass ihr mich heute so toll unterstützt habt. Ihr wart es die mir die Kraft gabt, das durch zu ziehen. Und ich bin so froh, dass ich das gemacht habe. Nun ist mein Herz und das Herz von Fiona wieder wunschlos glücklich und ich weiss nicht, Clarissa, Deines auch?“ Sie zögert nicht lange und statt ja zu sagen nimmt sie ihn in den Arm und gibt ihm einen dicken Kuss auf die Wange. Danach machen sie sich auf, um im Garten der Familie den angekündigten Drink zu sich zu nehmen. Und noch etwas soll ja im Garten gemacht werden. Wisst ihr alle noch was?

Zu Hause angekommen, beginnen Vater und Tochter gleich im Garten, den Schneemann zu bauen. Einen lustigen soll es werden, mit Hut und Möhrennase. Der Gartenkamin wird angefeuert und das knistern der Flammen verbreiten eine gemütliche Atmosphäre. Das Schneemann bauen ist wohl ansteckend, denn plötzlich beginnen an allen Ecken ein paar, Schneemänner zu bauen. Da kommt ihnen plötzlich die Idee, sie könnten doch ein Erinnerungsbild bauen. Sie wollen eine Familie bauen und der Engel, der mittlerweile zu ihrer Familie gehört. Zu fünft machen sie sich an den Engel ran, denn er soll gross und prächtig sein. Er hat ja auch grosses bewirkt. Knapp 2 Stunden später haben die drei ein supertolles Schneekunstwerk im Garten stehen. Eine Schneefamilie und neben der Familie ein riesengrosser Engel. Als die drei das Kunstwerk sahen, waren sie sprachlos und gerührt. Mit sowas Schönem haben sie nicht gerechnet. Und sie sind stolz drauf, dass so viele Menschen daran gearbeitet haben. Am liebsten würden sie das gar nie mehr schmelzen lassen. Wird aber wohl schwierig…. In der Wohnung feuert Clarissa das Cheminee an damit sie schön warm haben, wenn sie vom Garten zurück ins Haus kommen. Dann kocht sie nochmal Tee und Glühwein. Sie bringt alles nach draussen und die Leute bedienen sich alle ein zweites und ein drittes Mal.

Es wird ein gemütlicher Abend und es wird spät, denn einigen gefällt es so gut bei ihnen, dass sie fast nicht mehr gehen wollen. Als die drei neu zusammengefundenen in die Wohnung herein kamen, herrschte eine gemütliche Stimmung in der räumigen Wohnung. Sie tranken zusammen noch Tee und hatten sehr viel zu reden. Und wie sie so zusammen sprechen, merken sie, dass alle drei Mühe hatten mit der Trennung. Und eigentlich alle drei schon länger gerne einen Neuanfang gestartet hätten. Nur dachte jedes der andere soll. Schade, es hätte so viel Mühe und Trauer erspart, wenn eines den Anfang gemacht hätte. Am meisten dafür eingesetzt hat sich Fiona. Und die Eltern versprechen sich und Fiona, nie mehr so schnell aufzugeben, wenn was nicht so läuft wie es sollte. Sie wollen alles mehr mit Humor ansehen, denn sie haben jetzt gemerkt, wie schnell es gehen kann, dass man sich vermisst. So geht der tolle Sonntag vorbei und Fiona freut sich auf die Kuschelstunde, die sie heute mit beiden Elternteilen haben wird. So vergeht der Abend und Fiona freut sich drauf, am andern Tag in die Schule zu gehen. Immer am Montag dürfen sie nämlich erzählen, was sie am Wochenende gemacht und erlebt haben. Und eines ist sicher, dieses Mal weiss Fiona sehr viel zu erzählen. Nach der Kuschelstunde geht sie ins Bett und zum ersten Mal schläft sie glücklich ein. Seit Wochen musste sie weinen wenn sie abends ins Bett ging. Und heute schläft sie glücklich und zufrieden ein. Der restliche Abend gehört den zwei neuverliebten, die bestimmt ganz viel zu machen wissen. Sie haben sich so lange nicht mehr im Arm gehalten und einfach gesagt, dass sie sich lieben, das muss nachgeholt werden. So machen sie es sich vor dem Feuer bequem, mit einem Glas Sekt und stossen noch für sich alleine an auf ihr neues Glück. Noch wissen sie nicht, was dieser Abend für Folgen haben wird. In 9 Monaten wird Fiona 10 Jahre alt und sie wird von ihren Eltern ein ganz spezielles Geburtstagsgeschenk erhalten.

Am Morgen, als sie aufwachte, konnte sie schon das 11.Säcklein öffnen und drin war ein Gutschein, um mit Mama und Papa ins Hallenbad zu gehen. Alles was sie mit ihren Eltern tun kann, freut sie sehr. Zulange musste sie darauf warten, mit beiden Eltern zusammen wieder etwas unternehmen zu können. Und sie liebt doch beide gleich fest. Und da sie heute auch nur am Vormittag Schule hat, können sie gleich heute Nachmittag ins Hallenbad gehen. Wie sie so zusammen am Frühstückstisch sassen, wird allen drei noch einmal so richtig bewusst, was ihnen gefehlt hat. Die Gemeinsamkeit. Sie gehören einfach zusammen. Und daran wird so leicht nichts mehr zu ändern sein. Und Fiona geniesst das Frühstück speziell. Es stimmt einfach alles.

Nun kann sich die kleine Fiona aus vollem Herzen auf Weihnachten freuen. Das grösste Geschenk aller Geschenke hat sie jedoch von ihren Eltern schon bekommen. Sie freut sich nun auf den nächsten Sonntag, da wollen sie nämlich alle zusammen Plätzchen backen. Die Woche vergeht schnell und der Sonntag kommt. Schon drei Kerzen brennen am Adventskranz und heute wollen sie doch Plätzchen backen. Nach dem Frühstück räumen sie das Geschirr ab dem Tisch und setzen sich zusammen um zu besprechen, welche Plätzchen sie backen wollen. Sie wählen drei feine Sorten aus und beginnen, die Teige zu machen. Natürlich geht das nicht ganz, ohne zu naschen, denn Plätzchenteige sind auch ungebacken sowas von köstlich. Die Teige müssen 1 Std. kühl gestellt werden. Diese Zeit nutzen die drei um endlich wiedermal gemeinsam einen Spaziergang zu machen. Nur sie drei, denn das ist schon eine halbe Ewigkeit her, seit dem letzten Mal. Sie ziehen sich an und wie sie sich bereit machen wollen, kommt Fiona die Idee, sie könnten doch auf die Eisbahn gehen. Clarissa und Roy sind einverstanden und auf geht’s, zur nahegelegenen Eisbahn.

Sie verbringen 2 Std dort, 2 sehr schöne Stunden. Zwar kann Roy nicht wirklich gut Eislaufen, aber er probiert es und gibt sich alle Mühe um eine gute Figur zu machen. Schliesslich sind einige Freundinnen seiner Tochter dort und er will sich ja nicht blamieren. Er mag nicht mehr länger üben und schlägt Fiona vor, dass Clarissa und er ins Café gehen und sich dort etwas Warmes gönnen, dann kann sie sich noch eine halbe Stunde mit ihren Freundinnen vergnügen. So machen sie das und die beiden neu verliebten schauen vom Fenster aus, ihrer Tochter, auf die sie sehr stolz sind, zu. Kurz darauf machen sich die drei glücklichen auf den Heimweg und beim nach Hause fahren, schauen sie noch schnell bei der Grotte vorbei, die inzwischen zu einem ganz wichtigen Räumchen für die Familie geworden ist. Dann schlendern sie nach Hause und beginnen, die Teige zu verarbeiten. Jeder bekommt einen Teig und alle freuen sich, bis die Plätzchen fertig sind. Während sie die Plätzchen ausstechen, hören sie Weihnachtslieder und irgendwie stimmt sie das voll weihnachtlich ein. Naja, es dauert ja auch nur noch etwa eine Woche, bis es soweit ist. Und nun ratet mal, wer auch ein Säckchen Plätzchen bekommen soll? Genau, der Engel der Hoffnung, der ihr geholfen hat. Sie weiss jetzt, dass sie sich immer an einen Engel wenden kann, wenn sie Sorgen und Probleme hat, die sie niemandem sonst anvertrauen kann. Der Engel der Hoffnung hat ihr die Weihnachtszeit gerettet. Das wird sie nie mehr vergessen. Und sie ist so glücklich, dass sich Mama und Papa nun wieder lieb haben und alles noch schöner werden kann als früher. Und das wird es auch.

Der Heilige Abend kommt und alle freuen sich schon auf die Bescherung. Sie haben die Paten von Fiona eingeladen und mit ihnen zusammen verbringen sie einen schönen Abend bei gutem Essen. Ein niedliches Weihnachtsbäumchen ziert das Wohnzimmer. Es ist schön geschmückt mit hellblauen Kugeln und dunkelblauen Kerzen. Nach dem Essen zünden sie die Kerzen an und singen Weihnachtslieder. Fiona ist froh, dass sie Weihnachten mit ihren Eltern zusammen verbringen darf. Denn sonst wär sie jetzt nicht so glücklich, wie sie ist. Zur Nachspeise gibt es die feinen Plätzchen, die sie zusammen gebacken haben. Allen schmeckts und jeder ist glücklich und zufrieden. Und nun kann Fiona auch ihre schönen Kerzen schenken, die sie für ihre Paten gemacht hat. Voll Stolz gibt sie die Geschenke und erzählt, wie traurig sie noch war, als sie diese Kerzen gemacht hat.

Und kurz wird sie an die traurige Zeit erinnert aber nur kurz, denn seit 3 Wochen ist ja alles wieder anders. Die Weihnachtswoche vergeht und der Silvester rückt näher. So schön bleibt die Weihnachtszeit in Fiona s Erinnerung. Heute ist der 30.12. und Clarissa will mit Roy und Fiona zum Einkaufen fahren, um für den Jahreswechsel einzukaufen. Doch irgendwie ist Clarissa heute Morgen übel, sie hat auch gar keine Lust auf Frühstück. Roy meint nur ob sie nun am Schluss des Jahres noch krank wird. Wäre ja nicht nötig. So geht also Roy und Fiona alleine zum Einkaufen und lassen Clarissa ihre Ruhe. Gegen Mittag geht es Clarissa auch wieder besser und sie kann doch noch einige Restlichkeiten erledigen, was sie im alten Jahr noch abschliessen möchte. Unter anderem möchten sie noch einmal zum Schluss dieses turbulenten Jahres in die Engelsgrotte, um sich noch einmal betend beim Engel für seine Hilfe zu bedanken. Das war absolut das erlebnisreichste Jahr seit langem mit gutem Ausgang. Komisch plötzlich ist Clarissa wieder übel, und auch am nächsten und den folgenden Tagen, ist ihr ab und an übel. Sie denken, dass sie irgendeinen Virus erwischt hat und den jetzt immer weiter schleppt. Es ist nie schlimm aber unangenehm. Und doch zu ihrem Glück an Silvester geht’s ihr eigentlich gut. Und den Jahreswechsel haben sie ganz speziell geplant. Nur sie drei. Viertel vor 12 Uhr machen sie sich bereit, nehmen eine grosse Laterne, den Sekt und für Fiona Saft mit und machen sich auf zur Engelsgrotte. Wo könnte dieser Jahreswechsel gebührender gefeiert werden als dort??? Das hat ihnen so viel gegeben. Als die Kirchenuhr zwölf Mal schlägt, stossen sie an, auf das neue Jahr. Sie wissen, egal was es auch mit sich bringt, es wird gelingen, denn auf die Engel ist Verlass. Gemütlich trinken sie fertig und machen dann noch ein kleines Gebet, worin sie das noch so junge Jahr unter den Schutz der Engel stellen.

Am Neujahrstag gehen sie zusammen rodeln, Schnee hat es ja genug. Und sie haben eine Menge Spass, bis Clarissa plötzlich wieder speiübel ist und sie sich gar übergeben muss. Sie verstehen das nicht, denn es dauert nun schon eine ganze Weile an und Roy findet, sie sollte nun mal zum Arzt. Sie setzt sich in eine Gaststätte und trinkt einen Tee, während die andern beiden noch weiter rodeln. Sie sitzt da in der herrlichen Wintersonne und macht sich Gedanken weshalb ihr in letzter Zeit so übel ist. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel lässt sie aufhorchen. Die Gedanken gehen zurück, an den Abend, als sie zum ersten mal wieder zusammen waren. Die Freude war so riesig, und als Fiona dann im Bett war und sie nur noch sich zwei spürten…..sie ahnt plötzlich, was in der Nacht geschehen ist. Irgendwie wird sie ganz nervös. Wenn das wirklich so ist, wie sie das vermutet, dann ginge ein geheimer Wunsch von ihr in Erfüllung. Sie rechnet zurück und kommt zum Entschluss, dass es etwa 4 Wochen her ist, und die Anzeichen mit der Übelkeit aufgehen könnte. Sie behält ihre Vermutung aber erst mal für sich. Heute ist Montag, am Mittwoch geht Roy wieder ins Büro, dann will sie sich um einen Schwangerschaftstest kümmern oder aber gleich beim Arzt machen lassen. Sie will Gewissheit haben. Die beiden holen sie ab in der Gaststätte und sie fahren mit der Gondel wieder zurück ins Tal. Alle sind müde und freuen sich nun auf einen schönen Abend vor dem Kamin mit einer Tasse Tee.

Das machen sie auch und es dauert auch gar nicht lange, versinkt Clarissa in einen tiefen Schlaf. Roy macht sich schon Sorgen um sie, denn eigentlich ist sie nie müde, und dann die Übelkeit dazu. Er bringt Fiona ins Bett, kuschelt mit ihr noch und bald schläft sie dann ein. Er weckt Clarissa sanft und sagt ihr:“ Komm, wir gehen ins Bett, dann kannst Du dich gesund schlafen.“ Sie steht auf, geht ins Bad um ihre Zähne zu putzen und verschwindet dann auch gleich in ihrem Bett. Und es dauert keine 3 Minuten, schläft sie schon wieder. Am andern Morgen sagt Roy zu Clarissa:“ Ich möchte, dass du zum Arzt gehst, denn irgendetwas kann nicht stimmen mit Dir.“ Sie verspricht es ihm und an diesem Tag geht es ihr erstaunlich gut. Trotzdem ruft sie am andern Morgen gleich bei ihrem Arzt an und erzählt ihre Vermutung. Sie kann auch gleich eine Stunde später hin. Fiona bleibt zu Hause, geniesst es mal einfach zu entspannen und nichts zu tun.

In der Arztpraxis nach ersten Tests erfährt sie vom Arzt: “ Herzliche Gratulation, sie sind schwanger, dem neuen Leben steht nichts im Weg ¨“ Danach schaut der Arzt, nach einem ausführlichen Gespräch und einer Untersuchung Clarissas Bauch an. Per Ultraschall will er sich ein Bild des neuen Lebens machen, was in ihr wächst. Es sieht alles gut aus, der Start in eine glückliche, tolle Schwangerschaft steht. Nun überlegt sie, wie sie das den beiden andern sagen soll. Und ein Gedanke hat sie schon. Da sie das kleine, ungeborene, hilflose Wesen in ihr unter den Schutz der Engel stellen möchte. Somit ist ihr eigentlich schon klar, wo sie es ihnen sagen möchte. Sie geht noch in einen Laden, besorgt sich 2 kleine Sachen. Ein Püppchen und eine Rassel. Dann fährt sie nach Hause zu Fiona. Natürlich möchte Fiona auch gleich wissen, was los ist und sie sagt nur:“ Ach in ein paar Tagen sollte alles wieder gut sein. Fiona ist erleichtert, dass ihre Mama nicht krank ist. Natürlich hat Roy auch angerufen, er musste sich doch nach seiner Liebsten erkundigen. Ihm sagt sie, mein Zustand wird Dich glücklich machen. Er versteht nicht und sie sagt nur, wenn Du nach Hause kommst sage ich es Dir. Sie machen einen gemütlichen Tag zu Hause und Clarissa gönnt sich auch ein wenig Schlaf.

Als Roy gegen 17 Uhr nach Hause kam steht sie auf und sagt zu ihm:“ Bleib gleich angezogen, ich hab noch was zu erledigen mit euch.“ Sie sagt Fiona, sie soll sich warm anziehen, sie wollen noch zur Engelsgrotte. So machen sie sich bereit und gehen auf zur Grotte. Dort angekommen, schauen beide ganz gespannt auf Clarissa. Sie sagt dann zu ihnen:“ Das neue Jahr hat begonnen und dieses Jahr wird eine grosse Veränderung mit sich bringen.“ Fiona schaut ihren Daddy an, und Roy schaut seine Clarissa an. Dann greift sie in die Tasche und holt die beiden Päckchen hervor. Das eine bekommt Fiona, das andere bekommt Roy. Clarissa sagt:“ Das was in diesen Päckchen ist, ist eine Botschaft für Euch, deren Inhalt ich unter den Schutz unserer Engel stellen möchte. Sie machen die Päckchen auf und als Roy die Rassel sah, wusste er sofort was los ist. Er fängt an zu weinen und nimmt seine Liebste in den Arm. Fiona versteht das Ganze nicht, und schon gar nicht, was sie mit dem Püppchen tun soll. Clarissa nimmt Fiona in den Arm und sagt zu ihr:“ Mein Schatz, noch bevor du Deinen nächsten Geburtstag feierst, wird jemand bei uns wohnen.“ Fiona versteht immer noch nicht, was ihre Mama da sagt. „Etwa zwei Wochen vor deinem Geburtstag, also im nächsten September, wirst Du ein Geschwisterchen bekommen.“ Nun beginnt auch Fiona zu strahlen und nimmt ihre Mama in den Arm. Danach ihren Papa. Sie schaut auf Mamas Bauch und sagt, darf ich ihn mal berühren? Na klar, ganz fein, denn da ist das Baby drin und das ist noch ganz winzig. Schaut ich hab hier eine Kerze besorgt, möchtest Du mal den Spruch lesen, der drauf steht?“

Fiona nimmt die Kerze und beginnt zu lesen: “BEHÜTE DIESES KLEINE LEBEN, DU ALLEINE KANNST SCHUTZ IHM GEBEN. LASS ES GEDEIHEN UND GRÖSSER WERDEN, BIS ES KOMT ZU UNS AUF ERDEN, “ Dann stellen sie die Kerze unter die SchutzengelStatue und zünden sie an. Fiona kann noch gar nicht glauben, dass schon bald ein Geschwisterchen kommt. Glücklich kehren sie nach Hause zurück und alle können sich irgendwie noch nicht so vorstellen, wie es ist, wenn plötzlich ein Familienmitglied mehr dazu gehört.

Der Bauch wächst und das Kleine Wesen gedeiht prächtig und einige Monate später kommt der grosse Moment, auf den alle so gewartet haben. Eines Morgens als Fiona erwacht, ist anstelle der Mama ihre Patin da. Auf die Frage, wo denn die Mama ist, lächelt Iris, die Patin und sagt zu Fiona:“ Komm mal her zu mir, ich will dir auf dem PC etwas zeigen.“ Sie starten den PC und Iris öffnet eine Seite. Sie sagt:“ Nun schliesse kurz die Augen.“ Fiona schliesst die Augen, bis sie hört:“ O.k., öffnen.Und sie sieht ein so süsses Baby auf dem Bild. Es hat schwarze Härchen, ein kleines Stupsnäschen und zwei kleine, süsse Öhrchen. Und Fiona weiss auch gleich was das zu bedeuten hat. Iris sagt:“ Darf ich vorstellen? Das ist Dario, dein Brüderchen, das vor 4 Stunden zur Welt kam.“

Fiona ist so glücklich, sie fällt Iris um den Hals und eine kleine Träne kullert über ihre Wange. Sie möchte sofort ins Krankenhaus fahren und Mama und den Neuankömmling besuchen. Deshalb zieht sie sich auch schnell an und schon machen sie sich auf den Weg, ins Krankenhaus. Fiona ist ganz nervös. In wenigen Minuten wird sie zum ersten Mal ihren kleinen Bruder – ihr ganzer Stolz sehen und im Arm knuddeln. Kaum parkiert, stürmt Fiona zum Auto raus. Sie sagt zu Iris:“ Komm schnell – weisst Du in welchem Zimmer sie sind?“ “ Ja im Zimmer 328 im 3. Stock.“ Sie betreten den Lift, fahren in den 3. Stock und finden auch gleich das richtige Zimmer. Ganz sanft öffnet Fiona die Türe und schaut rein, und schon sieht sie ihre Mama mit dem kleinen Wunder im Arm. Fiona tritt ein und geht ganz langsam zum Bett ihrer Mutter, gibt ihr einen Kuss auf die Wange und streichelt ganz fein ihr neues Brüderlein. Sie ist einfach nur glücklich und möchte ihn auch gleich in den Arm nehmen und liebkosen. Als dann Roy mit Fiona am Nachmittag nach Hause geht, sagt Fiona:“ Daddy, ich möchte mich noch bedanken bei unserm Schutzengel. Gehen wir noch zu unserer Grotte?“ „ Na klar, machen wir und kurze Zeit später hält er am Waldrand an. Sie gehen gemeinsam zur Grotte. Und Fiona spricht mit dem Engel und bedankt sich, für ihr kleines Brüderchen und dafür dass es auch der Mama gut geht. Dann gehen sie nach Hause und Fionas Gedanken sind immerzu bei Dario. In den nächsten Monaten entwickelt sich der Kleine prächtig und bereitet der ganzen Familie viel Freude. Das war nun wohl das was ihnen noch gefehlt hat. Und sie leben noch viele Jahre glücklich vereint und beobachten, wie aus dem kleinen hilflosen Wesen, ein richtiger Wonneproppen wird.

Danke Lieber Engel, für Deine guten Dienste. Du hast diese Familie vor dem Untergang gerettet und hast sie durch die Geburt von Dario vollzählig gemacht.


Autor: Buzeli

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